Lightflow

- die Renderergebnisse sind schlichtweg hervorragend
- d
ie Bildausgabe erfolgt derzeit nur im (vorteilhaften) tga-Format
- Texturen müssen ebenfalls als tga vorliegen
- Lightflow unterstützt z.zt. schon sehr vieles, was man aus Max kennt: geometrische Grundkörper, Mesh, Nurbs, Patch, Texture-mapping (blend, anisotropie, displacement, bump, compose usw. möglich) um nur einen kleinen Teil von hunderten von Features zu nennen. Boolen? fehlerfrei!

Bisherige Nachteile:
- die Erstellung einer 3d-Szene sowie die Parametrisierung erfolgt über die relativ einfach zu erlernende Scriptsprache Python.
- das Generieren einer komplexen Scene ist jedoch Sysiphus-Arbeit, zumal ohne Vorschau. Insofern erlangt Lightflow für den 3d-Artisten allenfalls Democharakter.
- AseToLf (s.u.) muß weiterentwickelt werden.

Dennoch: wer Imstande ist, einen hier im forum bekannten radiosity-renderer ohne tobsuchtanfälle zu konfigurieren (Anmerkung von lightrays.de: Rainer hat diesen Text auch im 3dmax.de-Forum gepostet), kann sich auch noch Python und die langsame Rendergeschwindigkeit antun - das (bessere) Ergebnis entschädigt dafür.

Das Renderergebnis während des Rendervorgangs kann derzeit nur umständlich betrachtet werden. Der AseToLf-Converter (max-ase zu python) unterstützt kein Texture-mapping, auch viele anderen Features befinden sich noch 'in process' oder arbeiten nur fehlerhaft. Eine verbesserte Version erscheint den Angaben des Entwicklers zufolge in bälde.
Abschließend sei bemerkt: letztlich ist es dem Geschmack und den Fähigkeiten des einzelnen überlassen, mit welchen Methoden zu welchem Ziel geführt werden soll. However, grundsätzlich haben die Lightflow-Renderalgorithmen das Potential, bekannte Highend-Renderer zu trumpfen. Geht man davon aus, daß Lightflow eines Tages voll Max- oder Maya-"tauglich" sein könnte, bleibt für uns zu hoffen, daß sich dieser famose 21-jährige Bursche aus Italien nicht von den großen Softwarehäusern über den Tisch ziehen läßt (oder selbst eines wird).

29. Nov. 2000
Rainer

Installations-Anleitung

1. Download des Python-Programmes

2. Download von Lightflow

3. Download von AseToLf, nur die 2MB-version für Windows! (alle links zu finden auf www.lightflowtech.com, Download-Section)

4. Python installieren

5. AseToLf installieren

6. Lightflow in ein Verzeichnis, das 'Lightflow' genannt werden sollte, entzippen

7. Das file 'LightflowPM.dll' ins Python\dlls-Verzeichnis kopieren (wird von Python bei der Installation automatisch generiert)

8. Das File 'lightflow.dll' ins Windows-Verzeichnis kopieren, zusätzlich auch noch ins Windows/System-Verzeichnis

9. Nun muß die autoexec.bat (meist zu finden im Systemlaufwerk, also c:) bearbeitet werden: die Umgebungsvariablen für Python und Lightflow sind neu anzulegen, das sieht dann so aus:

set LIGHTFLOWPATH=C:\Lightflow set path=c:\program files\python\python.exe

Dies sind keine verbindlichen Angaben! Je nachdem, in welche Directories die Installationen von Llightflow und Python vorgenommen wurden, ändern sich die beiden Zeilen entsprechend.

10. nt4.0 und nt5.0 (win2k) reagieren unter Umständen verschieden, also ist evtl. noch folgender Schritt notwendig: Systemsteuerung/system/umgebung. Es ist bereits standardmäßig die variable 'path' angelegt: diese kann/muß nun noch erweitert werden: am ende der zeile ein semikolon sowie 'c:\lightflow' hinzufügen.

11. Rechner rebooten

12. Lightflow-Verzeichnis öffnen: unter den Examples finden sich einige *.py-files. Das 'cornel5.py' aus diesem Verzeichnis in das lose Lightflow-Verzeichnis kopieren und per Doppelklick starten. Je nach Cpu-Leistung wird nach wenigen Minuten von Python ein tga-Image in das Lightflow-Verzeichnis gestellt. Anhand der Cornel5-box ist bereits die beeindruckende Leistung der Lightflow-Renderalgorithmen zu bestaunen. Mit max ohne Mental-ray so nicht möglich!

13. Der AseToLf-converter: Unter max die Scene als *.ase-file exportieren. AseToLf starten und das *.ase-file importieren. Dann noch einen Namen für das zu rendernde Bild eingeben (default ist 'out.tga'), also z.b. 'meinBild.tga', zudem eine image-resolution einstellen und auf Export klicken. AseToLf erstellt zun ein *.lfm und ein *.py-file. Beide in das Lightflow-Verzeichnis kopieren und das neuerstellte *.py-file per doubleclick zum rendern starten.

Anmerkung: wer eine andere image-resolution wünscht, öffnet das *.py-file und ändert die letzte Zeile entsprechend, also z.B. 's.render( camera, 320, 240 )' auf nun 's.render( camera, 800, 600 )'. Wer etwas Verständnis für Script-Sprachen mitbringt, dem fällt es nicht schwer, sämtliche Parameter (licht, radiosity, matrial usw.) selbst zu editieren. Eine ausführliche Anleitung dazu gibt es in den lightflow-docs als html-files. Have fun!

30. Nov. 2000
Rainer